Auf Grund der im Jahr 2008 geschlossenen
Partnerschaft mit der Stadt Trutnov / Trautenau, bot die Stadt Würzburg, um
Begegnungen und Kontakte zu fördern, eine tschechische Woche in Würzburg an.
Im Mittelpunkt der Tschechischen Woche stand eine Schüler- und Orchesterbegegnung
von Jugendlichen aus Trutnov / Trautenau und Würzburg.
Auf dem Programm standen folgende Veranstaltungen:
Sonntag, 22. Mai Frühling International. Beim traditionellen "Frühling
International" lernen die Besucher andere Länder und Sitten sowie Menschen
die aus diesen Ländern kommen, kennen.
Margarete Dorsch, Susanne Eisele und Andrea Huber vom Riesengebirgler Heimatkreis
nahmen auch mit Informationsmaterial über das Riesengebirge und der Stadt Trautenau
/ Trutnov an der Veranstaltung teil. 12 Schüler aus der Musikschule Trutnov
und Schüler vom Orchester der St. Ursula Schule, trugen einige Stück, die sie
erst am Samstag zusammen einstudiert hatten, vor. Sie erhielten dafür großen
Beifall. Die Schüler der Musikschule reisten mit dem Versprechen sich bald wieder
zu treffen bereits am Montag in aller Frühe ab.
Am Montag, 23.05. wurden die Schüler des Gymnasiums aus Trautenau / Trutnov,
die von der Ackermann-Gemeinde und der St. Ursula Schule in Würzburg, betreut
wurden, im Wenzelsaal des Rathauses von dem Kulturreferenten Muchtar Al Ghusain
begrüßt. Beeindruckt waren die Schüler von der Ausstellung im Foyer des Rathauses
"Weg der Erinnerung".
Am Mittwoch, 25.05.2011, um 19.30 Uhr fand in der Domschule im St. Burkadus-Haus
ein Vortrag über das Thema "Woran glauben die Tschechen?" von dem
Referenten Oliver Engelhardt, Slawist und Sprachwissenschaftler aus Prag statt.
Am Donnerstagvormittag, konnte die Geschäftsführerin, Andrea Huber, zusammen
mit dem neuen Vorsitzenden Rainer Rosenbaum, ebenfalls die Schüler in der Riesengebirgsstube
begrüßen. Nach einer kurzen Führung, machten es sich die "Jungen"
Trautenauer am großen Tisch der Stube, an dem sonst immer die "Alten Trautenauer"
sitzen, bei Schokolade und Kekse, gemütlich. Helmut Scholz, ein Freund der "Schatzsuche
mit Rübezahl", führte seinen Videofilm, den er bei der Zeitzeugenbefragung,
die die Schüler der St. Ursula-Schule in der Riesengebirgsstube am 03.05.2011
durchgeführt hatten, vor.
Die Schüler bereiteten gemeinsam die Ausstellung "Das Ende als Beginn"
vor, die aus der soziokulturellen Reihe "Wegmarken" des Mainfranken
Theaters, der Ackermann-Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Riesengebirgler Heimatkreis
entstand und ist bis zum 10. Juni 2011 im Foyer des Rathauses zu besichtigen
ist. In einer Spurensuche beschäftigten sich die Schüler/innen aus Trutnov und
Würzburg mit dem Komplex "Heimat" und dokumentierten die neuen Lebenssituationen
von Sudetendeutschen und Tschechen in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Anschauliches
Material dazu stellte der Heimatkreis zur Verfügung.
Diese Ausstellung wurde am Freitag, 27.05.2011 vom Oberbürgermeister Georg Rosenthal
und dem Bürgermeister aus Trutnov, Ivan Adamec, der auch anlässlich des Mozartfestes
wieder nach Würzburg eingeladen war, eröffnet.
OB Rostenthal bedankte sich auch in diesem Zusammenhang für die Unterstützung
des Riesengebirgler Heimatkreises bei der Geschäftsführerin Andrea Huber und
dem 1. Vorsitzenden Rainer Rosenbaum. Er bezeichnete die Bemühungen des Heimatkreises
im Zusammenhang mit der Partnerschaft als "Brücken bauend".
Nach einem gemeinsamen Abendessen im Wenzelsal am Donnerstagabend bestand trotz
des sehr umfangreichen Besuchsprogramms der Stadt Würzburg, die Gelegenheit
die Delegation aus Trautenau / Trutnov zum Würzburger Käppele zu begleiten.
Rainer Rosenbaum stellte sich als perfekter Stadtführer heraus. Der 2. Vorsitzende
Harald Richter, der extra angereist war, und Margarete Dorsch, konnten nach
einem gemütlichen Beisammensein im Schützenhof die Gäste wieder zu Ihrem Hotel
fahren. Am Abend besuchten die Gäste aus Trutnov zusammen mit Gästen aus den
übrigen Partnerstädten das Mozartfest und reisten am späten Abend wieder ab.
Am Samstag, 28.05.2011, feierte die Ackermann-Gemeinde zusammen mit dem Pfr.
von Trautenau / Trutnov, Miroslaw Michalak und Mons. Th. Lic. Thomás
Holub Th. D., Diözese Königgrätz / Hradec Kralové den Fest-Gottesdienst
im Neumünster mit anschließender Lichterprozession zur Alten Mainbrücke. Dort
fand eine Nepomuk-Andacht mit dem tradionellen Lichterschwimmen statt.
Am Ende der tschechischen Woche stand die Podiumsdiskussion am Sonntag, 29.05.2011,
"Ist Trutnov Trautenau?" auf dem Programm. Mitwirkende waren, Dr.
Susanne Eisele, geboren in Trautenau und Mitglied des Heimatkreises als Zeitzeugin,
Dr. Alena Wagnerová / Prag, Schriftstellerin und Soziologin, Prof. Dr.
Matthias Stickler, Würzburg, Historiker, Mitgl. des wissenschaftlichen Beraterkreises
der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung", Adolf Ullmann / Würzburg,
Ackermann-Gemeinde der Diözese Würzburg, sowie Institutum Bohemicum u.a.. Die
Moderation übernahmen Hermann Schneider und Alexander Jansen, Mitglied des Schauspielensembles
des Mainfranken Theaters Würzburg.
Am Abend wurde eine Text Collage aus einem Ausschnitt des neuen Theaterstücks
von Alena Wagnerová, das im Frühjahr 2012 am F.X. Salda-Theater Liberec
uraufgeführt wird, vorgetragen.
Mit einem großen Dank an alle Mitwirkende beendete Judith Rösch, vom Büro International
der Stadt Würzburg mit einer Finissage die Tschechische Woche.
Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau e.V.,
Neubaustr.12, D-97 070 Würzburg
Tel.: 09 31 / 1 21 41
E-Mail: riesengebirge-trautenau(a)freenet.de (a =@)
Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 9.00 bis 11.00 Uhr
Ansprechpartnerin: Frau Andrea Huber (Geschäftsführerin)
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