WÜRZBURG (reb)
Schon 30 Jahre sind vergangen, doch in der Riesengebirgsstube ist es kein bisschen
ruhiger geworden, findet Andrea Huber. Sie ist Geschäftsführerin des Vereins
"Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau", der seit 1981 seinen festen
Platz im dritten Stock der Barockhäuser in der Neubaustraße hat. Seine Riesengebirgsstube
soll eine Begegnungsstätte für Vertriebene sein. Für Menschen, die einst ihre
Heimat verlassen mussten wie die ehemaligen Bewohner Trautenaus im heutigen
Tschechien.
"In der Riesengebirgsstube sollte ein Raum entstehen, in dem Vertriebene
ihre geretteten Erinnerungsstücke sammeln konnten, um die Erinnerung an die
alte Heimat zu pflegen, zu bewahren und nachfolgenden Generationen weiterzugeben",
erklärt Huber. Sie spricht dabei vor allem von den Sudetendeutschen, die nach
dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben wurden, als aus Trautenau
das tschechische Trutnov wurde. "Aber die Riesengebirgsstube ist auch ein
Ort der Versöhnung." Die alte und die neue Generation der Riesengebirgsregion
könnten in Kontakt treten und gemeinsam auf Spurensuche gehen.
Gerade die junge tschechische Generation sei jetzt dabei, die Geschichte ihrer
eigenen Wurzeln zu erforschen, so die Geschäftsführerin. Die Zahl der Anfragen
steige stetig. "Oft kennen sie nur den ehemaligen Heimatort der Eltern
oder der Großeltern. Das Ortsarchiv kann helfen, viele Lücken aufzufüllen."
Unzählige Dokumente, Chroniken und Bilder finden sich dafür in der Riesengebirgsstube.
Zudem arbeitet der Verein mit den regionalen Museen und Heimatpflegern vor Ort
intensiv zusammen. Die Stadt Würzburg pflegt seit 55 Jahren eine Partnerschaft
zu der tschechischen Stadt.
Doch neben dem Archiv begleitet der Verein auch zahlreiche Projekte. So führten
Schüler der St. Ursula Schule Würzburg und des Gymnasiums in Trutnov in diesem
Jahr eine Reihe von Zeitzeugengesprächen. Gemeinsam stellten sie ihre Ergebnisse
im Würzburger Rathaus aus angereichert mit Gegenständen aus der Riesengebirgsstube.
In Zukunft soll ein weiteres Projekt die Gäste in die Stube locken. Interessierte,
Schulklassen und Studenten sollen sich unter dem Motto "Kommt und findet
den Schatz" auf die Suche machen nach Bildern, Filmen, Lebensbeschreibungen
und anderen Zeugnissen der Trautenauer Geschichte. "Diese gehobenen Schätze
könnten später in einem Vortrag, einer Präsentation oder einer Ausstellung der
Öffentlichkeit vorgestellt werden", sagt Geschäftsführerin Huber.
Zudem veranstaltet der Verein an jedem ersten Dienstag im Monat die "Schatzsuche
mit Rübezahl", einem Berggeist, der laut Erzählungen ein wichtiger Vermittler
von Werten war und heute als Symbol für den Schutz der Natur steht. Mit Berichten
vom Brauchtum und der Tradition, mit Mundart, Liedern und Gedichten entstehe
bei den monatlichen Treffen immer "ein Stück Heimat", sagen die Besucher.
Info: Die Riesengebirgsstube in der Neubaustraße 12 ist Dienstag und Donnerstag
von 9 bis 11 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.
Kontakt: (0931) 1 21 41, Fax 57 12 30.
Der Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau im Internet: www.trautenau.de
WÜRZBURG (cw) Mit dem
Wort "Ahoj" begrüßte Geschäftsführerin Andrea Huber vom Riesengebirgler
Heimätlreis mit dem Vorsitzenden Rainer Rosenbäum die .Schüfe und Schülerinnen
aus der Partnerstadtt Trutnov, dem ehemaligen, Trautenau in der Riesengebirgsstube.
Nach einer kurzen Führung machten es, sich die "jungen Trautenauer"
am großen Tisch der Stube, an dem sonst die "alten Trautenauer" Sitzen,
gemütlich.
Die Schüler der Musikschule und des Gymnasiums aus Trutnov wurden von den Gastfamilien
der St. Ursula-Schule und der Ackermann-Gemeinde empfangen. Kennenlernen konnte
man sich beim traditionellen "Frühling International". Der Heimatkreis
präsentierte mit dem Deutsch-Tschechischen Freundeskreis Wissenswertes über
das Riesengebirge und Trutnov. Kulturreferent Muchtar AI Ghusain begrüßte die
Gäste im Wenzelsaal des Rathauses. Beeindruckt waren die Schüler von der Ausstellung
im Foyer des Rathauses "Weg der Erinnerrung".
Gemeinsam bereiteten die Schüler mit Harald Retsch von der St. Ursula-Schule
und Adolf Ullmann.von der Ackermann-Gemeinde die Ausstellung "Das Ende
als Beginn" vor. Die Schüler, aus Trutnov und Würzburg beschäftigten in
einer Spurensuche mit dem Komplex "Heimat" und dokumentierten die
neuen Lebenssituationen von Sudetendeutschen und Tschechen in der unmittelbaren.
Nachkriegszeit. Die Ausstellung ist bis zum 10. Juni im Foyer des Rathauses
zu sehen.
ALTSTADT Die Patenschaft der
Stadt mit den, aus der Region Trautenau (heute Trutnov) vertriebenen Deutschen
besteht heuer seit 55 Jahren. Aus diesem Anlass gibt es vom 26. Mai bis 10.
Juni eine Ausstellung im Rathaus, zu der auch Mädchen des St. Ursula-Gymnasiums
mit Zeitzeugeninterviews beitragen. Beteiligt sind auch die soziokulturelle
Reihe "Wegmarken" des Mainfranken Theaters, die Ackermann-Gemeinde
der Diözese sowie der Verein Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau.
"Im Mittelpunkt des Projekts stehen nicht die Themen Flucht und Vertreibung,
sondern wie beispielsweise die aus dem Sudetenland stammenden Bürger hier Fuß
gefasst haben", erklärte Alexander Jansen, Leiter der Reihe "Wegmarken".
Unter die Lupe werden auch die Erfahrungen von in Trutnov gebliebenen Deutschen
genommen. Einen wesentlichen Aspekt bilde ebenfalls die Beschäftigung von Jugendlichen
mit diesem sensiblen Teil der Geschichte.
Die Schülerinnen des Kurses "Sozialwissenschaftliche Arbeitsfelder"
der 11. Jahrgangsstufe des St. Ursula-Gymnasiums bereiteten sich intensiv auf
ihre Gespräche mit den Zeitzeugen aus der Region Trutnov vor, informierte Kursleiter
Harald Retsch.
Fragenkatalog Nach einem Vortrag von Prof. Matthias Stickler von der
Universität. erarbeiteten sie einen Fragenkatalog. Diese Liste wurde in tschechisch
übersetzt, Schüler des Gymnasiums Trutnov stellen also den in ihrer Heimat gebliebenen
Sudetendeutschen dieselben Fragen. Alle Ergebnisse fließen in die geplante Ausstellung
mit ein. Im Herbst wird darüber auch eine Broschüre veröffentlicht.
Die Schülerin Judith Hammelmann führte mit Winfried Kreutzer ein ausführliches
Interview. Der 71-Jährige schilderte unter anderem die Situation in seinem Heimatort
Oberaltstadt bei Trautenau bis zur Flucht am 24. September 1945. Bevor seine
Eltern, sein jüngerer Brüder und er ausgewiesen und abtransportiert werden konnten,
flüchtete die Familie mit dem Zug über Teplice und Eger bis zur bayerischen
Grenze.
Mit einem "regulären Grenzgänger" kam die Familie "an einem nebligen
Morgen durch den Wald" in den Freistaat. Nach Aufenthalten in Auffanglagern
in Bayreuth und Bamberg gelangte man im März 1946 nach Thüngfeld bei Schlüsselfeld.
"Wir hatten Glück und wurden in einem Nebengebäude auf einem Bauernhof
untergebracht und gut versorgt", erinnerte sich Kreutzer. Sein Vater erhielt
eine Stelle als Buchhalter und pendelte jeden Tag mit dem Zug in die Nähe von
Bamberg. "Bis zu seinem Tod im Jahr 1972 redeten meine Eltern oft über
ihr Leben in Trautenau."
Während sein Vater ziemlich verbittert war, "weil er hier nie mehr Boden
unter die Füße bekam", gelang es seiner Mutter, sich langsam einzuleben.
1950 zog die Familie nach Hochstadt / Aisch, wo sie es im Lauf der Zeit aufgrund
ihrer Sparsamkeit schaffte ein Haus zu bauen. Winfried Kreutzer absolvierte
in Forchheim das Gymnasium und studierte dann in Erlangen Romanistik. Daraufhin
zog er nach Würzburg."Wir wurden gut aufgenommen, andere Flüchtlinge und
Vertriebene hatten nicht soviel Glück wie wir", lautete sein Fazit.
WÜRZBURG (rdf) Anlässlich
des Europatages kam es zur bereits vierten Begegnung der Würzburger Grünen mit
Vertretern der Grünen aus Trutnov, dem ehemaligen Trautenau. Die von Jiri Kulich
und seiner Frau geleitete fünfköpfige Delegation aus Würzburgs neuer tschechischer
Partnerstadt war bestrebt, die bereits im vergangenen Jahr geknüpften Freundschaften
zu vertiefen und auszuweiten.
Im Vordergrund stand dabei der Wunsch nach Kontakten mit einem Schul-Orchester
in Deutschland. Michaela Prazaková, Musiklehererin an der Trutnover "art
school" war überwältigt von dem Interesse, auf das sie mit ihrem Anliegen bei
den Wurzburger Kolleginnen und Kollegen stieß.
Die beiden tschechischen Mädchen Katerina und Barbora knüpften Kontakte zu deutschen Jugendlichen bei einer Geburtstags-Fete am Mainufer und beim Treffen mit Mitgliedern der Grünen Jugend, die von ihren politischen Aktivitäten berichteten.
Sehr interessant war für die Gäste aus dem tschechischen Riesengebirge der Besuch in der Riesengebirgsstube in Barockhäusern in der Neubaustraße. Sie staunten über die beeindruckende Sammlung von Bildern, Dokumenten, Büchern und Trachten, die von den aus der Trautenauer Gegend vertriebenen Deutschen hier in Würzburg zusammengetragen wurden.
Beim Rundgang durch die Stadt vbeeindruckten sie die Bilder von der Zerstörung Würzburgs im Krieg und die zum Gedenken an ermordete Naziopfer verlegten Stolpersteine. "Der Wunsch nach Aufarbeitung der gemeinsamen, oft konfliktbeladenen Geschichte ist auch ihnen ein Anliegen", heißt es in einer Mitteilung der Grünen.
"Höhepunkt des Aufenthalts in Würzburg waren ein mitreißendes Konzert der Black Velvet Band mit europaischer Volksmusik.
WÜRZBURG (rtg) Die Patenschaft
der Stadt Würzburg mit den aus Stadt und Landkreis Trautenau (heute Trutnov)
vertriebenen Deutschen feiert in diesem Jahr, ihr 55-jähriges Bestehen. Eine
Initiative der soziokulturellen Reihe "Wegmarken" des Mainfranken
Theaters will mit Unterstützung der Ackermanngemeinde und des Heimatkreises
Trautenau an dieses Ereignis erinnern.
Ein Projekt des Gymnasiums in Trutnov und der St. Ursula-Schule in Würzburg
möchte die Erinnerungen von heute noch in Trautenau lebenden Deutschen und Trautenauern,
die sich nach 1945 in Würzburg und Umgebung eine neue Heimat geschaffen haben,
bewahren.
Prägende Erlebnisse
Die Schüler und Schülerinnen werden in möglichst vielen Interviews ganz konkrete,
prägende Erlebnisse aus den persönlichen Geschichten festhalten. Das Motto "Heimat
suchen, Heimat finden, Heimat schaffen".
Die Befragung soll auch das Interesse der heutigen Schüler an dieser Zeitgeschichte
wecken. Sie findet statt am Dienstag, 03. Mai, von 9.30 bis 11.30 Uhr in der
Riesengebirgsstube in den Barockhäusern, Neubaustraße 12, dritter Stock.
Die Ergebnisse werden Ende Mai von den Schülern aus Würzburg und Trutnov in
einer Ausstellung im.Foyer des Rathauses präsentiert und im Herbst 2011 auch
in einer Publikation veröffentlicht.
Der Riesengebirgler Heimatkreis lädt an diesem Vormittag alle Interessierte
und Zeitzeugen ein, einer Gruppe von Schülerinnen der St. Ursula-Schule Fragen
zu beantworten und von Ihren Erlebnissen zu berichten.
Trutnov/ Einen Partnerschaftsvertrag
über die Zusammenarbeit haben am Samstag im Trauungssaal des Alten Rathauses
der Bürgermeister Ivan Adamec und der oberste Repräsentant der deutschen
Stadt Würzburg Georg Rosenthal unterschrieben.
"Wir haben damit den Gipfel im Bereich der Beziehungen erreicht, die unter einigen
Menschen aus beiden Städten bereits zehn Jahre dauern", sagte Adamec
und erinnerte daran, dass die Würzburger nach dem Krieg die Patenschaft
über dem Heimatkreis Trautenau übernahmen, deren Basis bis 1956 zurückreicht.
Der Versuch nähere Kontakte anzuknüpfen wird seit Juni dieses Jahres
datiert, als der Trutnover Bürgermeister gemeinsam mit der Bürgermeisterstellvertreterin
Hana Horynová auf Einladung von Georg Rosenthal im Rahmen des Mozartfestes
das dortige Rathaus besuchten. Sie diskutierten über die Möglichkeiten
der gemeinsamen Zusammenarbeit und aufgrund der Übereinstimmung in einer
Reihe von Fragen auch über die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages.
Dessen Wortlautkonzept genehmigte im September die Trutnover Gemeindevertretung.
"Es bietet sich eine ganze Palette von Möglichkeiten, wie nähere
Kontakte anzuknüpfen. Es können sich gemeinsam Menschen von Interessengengemeinschaften,
Schüler, Sportler und Künstler treffen. Das Ziel besteht darin, dass
sich direkte Kontakte zwischen den Bürgern aus beiden Städten entwickeln.
Es wird nicht leicht sein, aber wir leben in einem gemeinsamen Europa und es
ist nötig, den Partnerschaftsvertrag in die Praxis umzusetzen", fügte
Ivan Adamec hinzu. Das Samstagdatum bezeichnete er dabei als symbolisch. "Heute
sind es genau zehn Jahre, was wir mit den Stellvertretern Hana Horynová
und Tomás Hendrych in der Leitung der Stadt sind", informierte er
die Mitglieder der deutschen Delegation, die in der Anzahl von zwölf Personen,
einschließlich zweier Altbürgermeister anreisten. Sie besuchten das
Adventskonzert und nach der feierlichen Unterzeichnung des Vertrages besichtigten
sie auch die Krippenausstellung im Erdgeschoss des Alten Rathauses. "Die
Partnerschaftsbeziehungen bestehen zwischen beiden Städten wirklich lange.
Viele Trautenauer Landsleute, die bei uns nach dem Krieg eine Heimat gefunden
haben, halfen das vernichtete Würzburg aufzubauen und rissen nie die Bündnisse
mit dem Heimatort ab. Jetzt besteht der Wille die Beziehungen zwischen den Bürgern
noch mehr zu entwickeln. Über Trautenau werden wir zu Hause berichten.
Wir haben ein unvergessliches Erlebnis vom Konzert in der Barockkirche. Auch
unsere berühmte Residenz wurde von dem Egerer Landsmann Balthasar Neumann
im Barockstil erbaut", sagte unter anderem Georg Rosenthal.
Würzburg befindet sich in Bayern am Main-Fluss und mit seinem Aussehen
erinnert es an Prag, obwohl es 130 Tausend Einwohner hat. Über den Fluss
führt eine steinerne Brücke mit Heiligenfiguren, auf dem Berg ragen
eine Burg und daneben kirchliche Bauwerke mit dem Sitz des Bistums empor. Die
erwähnte Residenz ist auf dem Verzeichnis des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen.
WÜRZBURG / TRUTNOV (rdf)
Die tschechische Stadt Trutnov früher Trautenau und Würzburg
haben am Wochenende die Partnerschaft besiegelt. Damit wird die seit über
50 Jahren bestehende Patenschaft endgültig zur Partnerschaft.
Sie liegt am Rand des Riesengebirges die rund 33 000 Einwohner große
Stadt Trutnov, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht. Nach
dem Zweiten Weltkrieg übernahm Würzburg auf Grund vielfältiger
Kontakte durch Trautenauer, die in Würzburg eine neue Heimat fanden, die
Patenschaft für die tschechische Stadt, die sich das, Tor zum. Riesengebirge,
nennt.
"Viele Landsleute aus Trutnov haben nach dem Zweiten Weltkrieg in Würzburg
eine neue Heimat gefunden und am Wiederaufbau der Stadt mitgearbeitet",
so Oberbürgermeister Georg Rosenthal.
Auf Beschluss des Würzburger Stadtrates, der seine Entscheidung 2007 einstimmig
untermauerte, und nach der Zustimmung des Trutnover Stadtrates im September
2008 wurde nun die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. "Beide Städte
sind schon lange miteinander im partnerschaftlichen Kontakt", betont Rosenthal
bei der Unterzeichnung des Vertrages in Trutnov.
Diese Kontakte haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Partnerschaft
weiterentwickelt, so Rosenthal: "Wir beide Würzburg und Trutnov
wollen diese Partnerschaft." Und mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde
sei jetzt ein erster Gipfel der .Bestrebungen erreicht, die vor über zehn
Jahren angefangen haben.
Doch an einer lebendigen Partnerschaft und darin stimmen Würzburg
OB Rosenthal und sein tschechischer Kollege Ivan Adamec über ein
wollen beide Städte noch zusammen arbeiten: "Wir müssen viele junge
Leute begeistern, den Austausch pflegen dann hat die Partnerschaft Zukunft",
so Rosenthal.
Auch Adamec bestätigt: "Wir haben eine große Aufgabe vor uns
die Bürger beider Städte müssen sich näherkommen
und direkt miteinander in Kontakt treten." Dies sei b stimmt keine leichte
Aufgabe, so Adamec, der am Tag der Urkunden-Unterzeichnung sein zehnjähriges
Dienstjubiläum feierte. Aber dies müsse gelingen, um in einem friedlichen
Europa gut zusammenleben zu können.
"Wir knüpfen beide an bestehende Kontakte an", betont Rosenthal
der auch auf die Gemeinsamkeiten beider Städte im Bereich der Kunst und
Musik verweist, "und wir haben die Zukunft fest, im Blick ich glaube,
dass dies im europäischen Haus eine gute Geschichte wird."
Zuvor war die Würzburger Delegation, die neben dem OB auch aus Vertretern
von sechs Stadtratsfraktionen bestand, in einem feierlichen Adventskonzert in
der katholischen Dekanalkirche in Trutnov von den Bürgern der tschechischen
Stadt willkommen geheißen worden.
WÜRZBURG / TRUTNOV Aus
einer Patenschaft wird eine Partnerschaft: Die tschechische Stadt Trutnov und
Würzburg haben am Samstag die Partnerschaft besiegelt. Damit wird die seit über
50 Jahren bestehende Patenschaft endgültig zur Partnerschaft.
Sie liegt am Rand des Riesengebirges die rund 33 .000 Einwohner große
Stadt Trutnov, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht. Nach dem
Zweiten Weltkrieg übernahm die Stadt Würzburg auf Grund vielfältiger Kontakte
durch die Landsleute aus Trutnov, die in Wüezburg eine neue Heimat fanden, die
Patenschaft für die tschechische Stadt, die sich das Tor zum Riesengebirge nennt:
"Viele Landsleute aus Trutnov haben nach dem Zweiten Weltkrieg in Würzburg eine
bneue Heimat gefunden und am Wiederaufbau der Stadt mitgearbeitet, so der Oberbürgermeister
Georg Rosenthal.
Auf Beschluss des Würzburger Stadtrates, der seine Entscheidung 2007 einstimmig
untermauerte, und nach der Zustimmung des Trutnover Stadtrates im September
2008 wurde nun die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet.