Liebe Riesengebirgler, liebe Landsleute,
wie wir bereits in der Dezember-Ausgabe informiert haben, findet aufgrund der
guten Resonanz des Vorjahrestreffens sowie vor dem Hintergrund, daß wir
2011 alle wieder zwei Jahre älter wären, das 7. Nordtreffen der Riesengebirgler
bereits in diesem Jahr statt.
Nunmehr hat der SL-Landesvorstand von Mecklenburg-Vorpommern entgegen
seiner Empfehlung vom November Mitte März doch beschlossen, sich
mit dem 9. Landestreffen unserem Treffen wieder anzuschließen.
Somit findet auch heuer wieder ein gemeinsames Nordtreffen in Rostock statt.
Alle bisherigen Informationen zu unserem Treffen bleiben natürlich unverändert,
einschließlich der geplanten Busfahrt von Würzburg nach Rostock.
Wir möchten hiermit alle Landsleute, ganz besonders die Riesengebirgler
der Heimatkreise Trautenau, Hohenelbe und Braunau sowie auch aus dem schlesischen
Teil, wieder recht herzlich im Oktober 2010 nach Rostock einladen.
Wir wollen damit wiederum vor allem den Landsleuten, die heute im Norden leben
und an den traditionellen großen Treffen im Süden, sei es in Würzburg,
Marktoberdorf oder Augsburg, gesundheits- oder altersbedingt, oder aber auch
aus finanziellen Gründen, nicht mehr teilnehmen können, zeigen, daß
auch sie zu uns gehören, nicht vergessen sind.
Sie sollen so teilhaben an der Erinnerung und mithelfen am Erhalt und der Pflege
unseres kulturellen Erbes, an dem großen Wiedersehen von Nachbarn, Freunden
und Bekannten.
Nun liegt es an Ihnen, liebe Heimatfreunde, zu beweisen, daß diese Entscheidung
richtig war, daß Sie Ihre Heimat auch nach mehr als 60 Jahren noch nicht
vergessen haben.
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Sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich willkommen in Rostock zum 7. Nordtreffen der Riesengebirgler und zum
9. Landestreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft von Mecklenburg-Vorpommern!
Wir freuen uns, nun fast traditionell den Rahmen für ein Wiedersehenstreffen
geben zu können, auf das Sie sich alle sicher lange freuen.
Die Sieben, das wissen zumindest alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern,
ist für uns Rostockerinnen und Rostocker eine besondere Zahl. Ein Rostocker
Reim beschreibt die sieben Linden am Rosengarten, sieben Glocken, die zugleich
schlagen, sieben Straßen, die auf den Neuen Markt führen usw. und
auch die Buchstaben in unserem Stadtnamen ergeben ... natürlich die Sieben.
Möge also unsere Rostocker Zahl auch Ihrem diesjährigen Treffen Glück
und Freude bringen!
Immer, wenn der freie Handel von Waren und Wissen gewährleistet war, ging
es unserer Stadt gut. Das gilt insbesondere für die vergangenen zwei Jahrzehnte.
Wir haben uns der Stärken der Stadt besonnen: Der Kontakte und der Zusammenarbeit
über Staats- und natürliche Grenzen hinweg. Die maritime Verbundwirtschaft
und Windenergie-Dienstleister, Hotellerie und Lebensmittelwirtschaft bestimmen
heute ebenso das Profil der Stadt wie wissenschaftliche Forschung und Lehre.
Die neue Kooperation, insbesondere im Ostseeraum, eröffnet neue Chancen
und Perspektiven für die Menschen in unserer Stadt.
Wenn Sie in Rostock Ihr Wiedersehen feiern, sich des gemeinsamen Schicksals
des Verlustes Ihrer Heimat erinnern, dann ist dies das wichtigste Anliegen des
Treffens. Seien Sie aber auch ermutigt, gemeinsam den Blick in die Zukunft zu
richten und aus den schweren Erfahrungen der Vergangenheit Kraft zu schöpfen
für die Zukunft der Jüngeren und nachfolgender Generationen. Denn
nur aus einem innigen Heimatgefühl kann auch die Energie entspringen, neue
Ziele anzusteuern.
Ihnen allen angenehme und interessante Tage in Rostock, viele nette Begegnungen
und Erinnerungen!
Roland Methling
Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock
Meine lieben
Riesengebirgler, verehrte Freunde unserer Heimat!
Auch in diesem Jahr ist die altehrwürdige Hansestadt Rostock wieder Veranstaltungsort
des Nordtreffens der Riesengebirgler.
Es ist das 7. Mal, daß sich die Riesengebirgler und ihre Heimatfreunde im Norden
Deutschlands zusammenfinden.
Die Resonanz der letzten Treffen hat uns ermutigt, das 7. Nordtreffen bereits
in diesem Jahr durchzuführen und nicht, wie ursprünglich geplant, erst im Jahr
2011.
Wenn wir Riesengebirgler uns treffen, so ist es nicht nur ein Wiedersehen, ein
gemütliches Beisammensein, ein Erinnern an unsere Heimat.
Die Teilnahme an unseren Treffen ist ein Beweis dafür, daß wir nach wie vor
zu unserer Heimat stehen.
Auch wollen wir an das unermeßliche Leid erinnern, das uns durch die völkerrechtswidrige
Vertreibung widerfahren ist.
Lassen Sie uns die gemeinsamen Stunden und Tage mit den Sudetendeutschen von
Mecklenburg-Vorpommern in Erinnerung an unsere Heimat begehen.
Es wäre mir eine große Freude, recht viele von Ihnen in Rostock begrüßen zu
können.
Mit heimatlichen Grüßen
Ihr Werner Haase
1. Vorsitzender des HK Trautenau
Liebe Landsleute!
Seit 20 Jahren können wir Sudetendeutschen, die in der ehemaligen DDR wohnen,
ohne Furcht vor Repressalien durch die Stasi, uns als Vertriebene bekennen.
Wir müssen uns nicht als "Umsiedler" bezeichnen, wie es die Machthaber
der ehemaligen DDR gefordert haben. Was ja nicht der Wahrheit entsprach, da
wir doch nicht freiwillig unsere geliebte Heimat verlassen haben, sondern von
den Tschechen auf Betreiben vom Tschechischen Präsidenten Benesch, der schon
1918 als Hasser aller Deutschen unsere Vertreibung mit seinen Dekreten gefordert
hat. Dafür hatte er sich 1943 von Stalin Rückendeckung geben lassen, indem er
damals schon die Karpatoukraine an die Sowjetunion verschachert hat. Für uns
gab es auch keinen Lastenausgleich. Den sogenannten Umsiedlerkredit, den es
in der DDR gab, konnten wir ohne Zinsen zurückzahlen. Er war für viele von uns
eine Hilfe bei der Beschaffung von Möbeln und Hausratgegenständen. Auch durften
wir uns nicht zu Pfingsten oder anderen Feiertagen zu gemeinsamen Zusammenkünften
treffen, um gemeinsam an unser Schicksal zu gedenken. Wenn es trotzdem geschah,
wurden diese Treffen ohne unseres Wissens von der Stasi überwacht und man mußte
mit Verhören und Repressalien rechnen, wie es Landsleuten erging, die an den
sogenannten Familientagen im Bergzoo in Halle an der Saale teilgenommen hatten.
Vielen unserer alten Landsleute fällt der Weg zu dem Sudetendeutschen Tag in
Augsburg oder Nürnberg und den Bundestreffen der Heimatkreise, die alle im Süden
Deutschlands abgehalten werden, schon sehr schwer. Deshalb brauchen Sie nicht
auf ein Wiedersehen mit alten Freunden und Bekannten verzichten, denn das Landes-
und Nordtreffen der Riesengebirgler gibt ihnen in Rostock auch diese Gelegenheit.
Ich lade alle Landsleute, die in Mecklenburg-Vorpommern wohnen, zu dem 9. Landestreffen
der Sudetendeutschen Landsmannschaft und dem 7. Nordtreffen der Riesengebirgler
am 9. und 10. Oktober 2010 nach Rostock-Lichtenhagen ein. Ich würde mich freuen,
Sie recht zahlreich dort begrüßen zu können.
Walter Zluwa
Landesobmann der SL Mecklenburg-Vorpommern
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Samstag, 09. Oktober 2010
| 10.oo Uhr | Eröffnung mit dem Rübezahl |
| 10.3o Uhr | Gesprächsrunde der Heimatortsbetreuer |
| 10.45 Uhr | Gemeinsames Singen mit Bärbel Friese |
| 14.oo Uhr | Festveranstaltung Festredner: Werner Haase, 1. Vorsitzender des HK Trautenau, Mitglied der SL Bundesversammlung kulturelle Umrahmung: Grimmener Blasmusik |
| 17.oo Uhr | Mundartstunde |
| 19.30 Uhr | Heimatabend |
Sonntag, 10. Oktober 2010
| 9.3o Uhr | Heilige Messe (Saal Nordlicht) angefragt |
| 10.15 Uhr | Riesengebirgs-Film |
| 13.3o Uhr | Shantychor "De Fischlänner Seelüd" |
| 14.3o Uhr | persönliche Begegnungen, diese sind auch durch die günstige Raumaufteilung während der gesamten Veranstaltung möglich. |
Bahnreisende:
Mit der Bundesbahn (nächste ICE-Station Hamburg) bis Rostock-Hauptbahnhof, dann
weiter mit der Straßenbahn, Linie 5, Richtung Mecklenburger Allee, bis Haltestelle
Eutiner Straße (nur ein paar Meter bis Nordlicht).
Fahrkarten vor dem Einsteigen kaufen!
Achtung: Die preiswerten InterConex-Verbindungen prüfen!
Autofahrer:
Grundsätzlich ab Rostock Richtung Warnemünde über die Stadtautobahn B103 bis
Abfahrt Lütten Klein, von dort 1. Ampel rechts, 2. Ampel geradeaus. An der 3.
Ampel rechts (Hinweisschild: Polizei) zum Parkplatz Möllner Straße oder geradeaus
bis Ampel 4, dort rechts Nordlicht, links: Jugendwohnheim. Bei Anfahrt über
Autobahn A 19 Rostocker Kreuz in Richtung Lübeck bis Abfahrt Warnemünde.
Parkplätze: Rückseite Nordlicht (Möllner Str.), vor der Einfahrt Jugendheim,
Anliegerstraßen.
Auch in diesem Jahr können wir wieder
günstige Übernachtungsmöglichkeiten (ab 13 Euro) empfehlen, bitte selbst buchen:
Jugendwohnheim Lichtenhagen, 18 109 Rostock, Schleswiger Str. 4. Tel: 03 81
/ 7 76 46 10
Gästehaus Lütten Klein, 18 107 Rostock, Warnowallee 23, Tel: 03 81 / 77 69 70
Gästehaus Evershagen, 18 106 Rostock, B.-Brecht-Str. 22, Tel: 03 81 / 71 11
84
oder über Tourismuszentrale 18 055 Rostock, Neuer Markt 3, Tel: 03 81 / 38 12
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