Quelle: "Riesengebirgsheimat" – Heimatblatt für die ehemaligen Kreise Trautenau und Hohenelbe

Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau

68. Heimattreffen

55 Jahre Patenschaft Würzburg – Trautenau

von Peter Barth

Am 02. April-Wochenende trafen sich etwa 300 Riesengebirgler aus dem Kreis Trautenau in ihrer Patenstadt Würzburg – seit 2009 auch Partnerstadt von Trautenau – zu ihrem 68. Heimattreffen. Auch eine kleine Delegation "Heimatverbliebener" unter der Leitung von Inge Efler, Leiterin des BGZ Trautenau, konnte wieder begrüßt werden. Rübezahl selbst, alias Heinz Berger, hatte jedoch den Umweg über die Ostseeküste genommen.

Der Freitag Empfang in der Riesengebirgsstube:

Aus Anlaß des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Patenschaftsvertrages der Stadt Würzburg über die Riesengebirgler aus Stadt und Kreis Trautenau hatte der Heimatkreis am Freitagnachmittag zu einem Empfang in die Riesengebirgsstube geladen. Der Einladung gefolgt waren der Oberbürgermeister von Würzburg, Georg Rosenthal, sowie weitere Repräsentanten der Stadt, so Stadtrat Willi Dürrnagel, der Kirche, Prälat Josef Peter, der Diözesanvorsitzende der Ackermanngemeinde Hans Peter Dörr und Franziskanerpater Leo Beck, sowie der Vereine, so Heinz Gräf, Vorsitzender vom Flugsportclub. Die Regierung von Unterfranken war durch Günther Rinke, die SL durch Karl Nausch, Vizepräsident der Bundesversammlung, vertreten. In seiner Begrüßungsansprache betonte der 1. Vorsitzende Werner Haase die Bedeutung der Riesengebirgsstube, die uns ein Stück Heimat sei. "Alles was uns geblieben ist – außer der Erinnerung – ist hier konzentriert", so Haase wörtlich und dankte der Patenstadt für die bisherige Unterstützung, die uns auch für die Zukunft hoffen ließe. Haase verwies auf den langen Weg bis zur Partnerschaft zwischen Würzburg und unserer Heimatstadt, an der der Heimatkreis zwar juristisch nicht beteiligt ist, doch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit unserer Heimat biete und sagte der Stadt Würzburg volle Unterstützung in dieser Hinsicht zu, so z.B. das Mitwirken bei den tschechischen Wochen im Mai in Würzburg.

Oberbürgermeister Georg Rosenthal wies darauf hin, daß die Partnerschaft mit Trautenau ohne die Mitwirkung des Heimatkreises nicht zustande gekommen wäre, dankte dafür und bat um weitere Unterstützung bei den Vorhaben mit der Partnerstadt Trautenau. So sei in diesem Jahr noch eine Bürgerreise geplant. Bei einem Rundgang unter der Führung von Geschäftsführerin Andrea Huber zeigte Rosenthal, der zum ersten Mal die Stube besuchte, großes Interesse an den unterschiedlichsten Ausstellungsstücken.

Georg Rosenthal, Oberbürgermeister von Würzburg, und Andrea Huber, Geschäftsführerin
des Heimatkreises, während des Rundganges in der Riesengebirgsstube
– auch der Rübezahl war dabei.
 

Nach dem Rundgang gab es für kleinere Gruppen spezielle Informationen zu einzelnen Ausstellungsobjekten und sehr interessante Gespräche bei einem Glas Sekt und dem traditionellen Mohnkuchen, wieder mitgebracht von Helmut Hiemer.

Während des Vortrages von Helmut Hiemer (2. von rechts) über berühmte Sudetendeutsche
in der Riesengebirgsstube. Man sieht dem "Rübezahl" Heinz Berger (2. von links) noch die
Anstrengungen der 700-km- Autofahrt von der Ostsee nach Würzburg an,
links Schriftführer Bernhard Hampel.
 

Im Anschluß fand eine weitere Folge der Vortragsreihe "Berühmte Sudetendeutsche" von Helmut Hiemer statt, die wieder großes Interesse bei den Besuchern fand. Heuer war sie u.a. dem Feldherren Wallenstein, dem Fabrikanten Faltis, dem Musiker Rieger, dem Schriftsteller Mühlberger und dem Sportler Berauer gewidmet.

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