
Meine lieben Landsleute,
verehrte Freunde unserer Heimat!
Wieder ist ein Jahr vergangen und
die Reihen der Erlebnisgeneration lichten sich zusehends. Unsere geliebte
Heimat rückt in weite Ferne. Und was bleibt, auch dieses schon leicht
verblasst, ist die Landschaft das Dorf nur noch in Erinnerung
kehren wir zurück in die Gegenwart. Ich darf annehmen, dass Sie die Adventszeit,
den Heiligen Abend, den Jahreswechsel im Kreise Ihrer Lieben gebührend
begangen haben.
Was unseren Heimatkreis betrifft, so waren das Heimatkreistreffen in Würzburg
und das Nordtreffen in Rostock die Höhepunkte. Die überraschend hohe Besucherzahl
an beiden Treffen werte ich als ein Zeichen der tiefen Verbundenheit zu
unserer Heimat. Wir sind und bleiben unserer Heimat verbunden!
Dank Frau Huber hat sich ein Kreis gefunden, der in regelmäßigen Treffen
in der Heimatstube an die Sitten und Gebräuche unserer Heimat erinnert.
Unser Ziel ist es, die Heimatstube, den Heimatkreis im Bewusstsein der
Würzburger zu vertiefen. Mein Dank gilt allen, die dazu beitragen, sei
es durch aktive Mitarbeit oder durch Spenden, dass unser Heimatkreis auch
weiterhin in unseren Herzen lebendig bleibt. Gott möge uns die Kraft dazu
geben. Zu unserem 68. Heimatkreistreffen vom 8. bis 10. April 2011 lade
ich Sie recht herzlich ein. Auf Wiedersehen in Würzburg! In tiefer Verbundenheit
zu unserer Heimat Gott schütze Sie!
Ihr Werner Haase, 1. Vorsitzender
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Zum 68. Heimatkreistreffen des
Riesengebirgler Heimatkreises Trautenau
heiße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer
aus nah und fern sehr herzlich in Würzburg willkommen.
Das diesjährige Treffen steht
im Zeichen eines Jubiläums. Vor 55 Jahren beschloss der Würzburger Stadtrat,
die Patenschaft "für die aus Stadt und Landkreis Trautenau vertriebenen
Deutschen" zu übernehmen. Der von Deutschland begonnene Zweite Weltkrieg
hatte für Millionen Deutsche mit Flucht sowie Vertreibung und für die
Einwohner Würzburgs mit der fast völligen Zerstörung ihrer Stadt geendet.
Vor diesem Hintergrund war die Übernahme der Patenschaft für die ehemaligen
Trautenauer nicht nur ein Zeichen der Solidarität mit jenen Landsleuten,
die durch den Verlust der Heimat ihrer Wurzeln beraubt worden waren. Sie
war auch ein Zeichen des Dankes an die zahlreichen Heimatvertriebenen,
die einen tatkräftigen Beitrag zum Wiederaufbau Würzburgs geleistet hatten.
Viele Vertriebene haben hier eine neue Heimat gefunden. Groß ist aber
auch die Zahl derer, die sich durch die 1956 gestiftete Patenschaft dauerhaft
mit Würzburg verbunden fühlen. Über diese jahrzehntelange freundschaftliche
Verbundenheit freue ich mich sehr.
Die Patenschaft mit den Trautenauern war und ist auch für Würzburg ein
großer Gewinn. Sie bedeutet für uns eine wesentliche Bereicherung insbesondere
auf kulturellem Gebiet. Davon zeugt nicht zuletzt die 1980 eingerichtete
Riesengebirgsstube. Und sie war die Keimzelle unserer 2008 offiziell besiegelten
Städtepartnerschaft mit dem heutigen Trutnov. Ich bin dem Riesengebirgler
Heimatkreis sehr dankbar dafür, dass er dazu beiträgt, diese Partnerschaft
mit Leben zu erfüllen, wie dies beispielsweise mit der Reise in unsere
neue Partnerstadt im vergangenen August geschehen ist.
Als Brückenbauer zwischen alter und neuer Heimat erfüllt der Heimatkreis
hier eine wichtige Funktion bei der Herstellung und Pflege gutnachbarschaftlicher
Beziehungen zwischen dem deutschen und dem tschechischen Volk.
Dem diesjährigen Heimatkreistreffen wünsche ich einen harmonischen Verlauf
und Ihnen allen viele frohe Begegnungen mit alten Freunden und Bekannten.
Unseren auswärtigen Gästen wünsche ich darüber hinaus einen angenehmen
Aufenthalt in unserer schönen Stadt.
Georg Rosenthal, Oberbürgermeister |