Veranstaltungsort:
Riesengebirgler Heimatkreis
Trautenau e.V. Neubaustraße 12 97070 Würzburg
An die
Mitglieder des Riesengebirgler
Heimatkreises Trautenau e.V.
13.12.2011 |
Liebe Landsleute
und Freunde,
"Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet
wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues
Jahr." Mit diesem Text von Dietrich Bonhöffer möchte ich Euch ganz
herzlich im Neuen Jahr begrüßen.
"Das Leben kann man nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber
nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden." ( Sören Kierkegaard).
Ich hoffe deswegen mit einem kleinen Rückblick auf das letzte Jahr, dass wir
auch in diesem Jahr viele erfreuliche Ereignisse gemeinsam feiern können.
Der Januar begann in der Riesengebirgsstube mit einem Wassereinbruch, der durch
die vielen gefrorenen Schneemassen auf dem Dach zustande kam. Glücklicherweise
entstand kein größerer Schaden.
Im April konnten wir wieder zu unserem jährlichen Heimatkreistreffen einladen.
Bei der Hauptversammlung wurde der neue Vorstand gewählt, bei dem ich mich nochmals
ganz herzlich für die Zusammenarbeit bedanken möchte. Ein herzliches Dankeschön
Euch allen für das mir entgegengebrachte Vertrauen! Mit einem Empfang in der
Riesengebirgsstube, einem geselligen Festabend und einem festlichen Gottesdienst
konnten wir wieder ein Fest der persönlichen Begegnung feiern. Bitte nehmt auch
weiterhin dieses Angebot an und kommt zahlreich zu unseren künftigen Treffen.
Im Mai fand in der Riesengebirgsstube im Zusammenhang mit der Tschechischen
Woche eine Zeitzeugenbefragung statt, die mit einer Ausstellung im Rathaus beschlossen
wurde. Auch beim "Frühling International" und der Mainfranken-Messe
im Oktober konnte der Heimatkreis seine Bereitschaft unter Beweis stellen, die
Partnerschaft Würzburg / Trautenau mit Leben zu erfüllen. Die Trutnover Schüler
sind der Einladung in die Riesengebirgsstube zu kommen gerne gefolgt. Auch Bürgermeister
Iwan Adamec, mit Begleitung, wurde von uns gastfreundschaftlich aufgenommen.
Besuche bei der Ackermanngemeinde und der Sudetendeutschen Landsmannschaft in
Würzburg bestätigten, dass wir in Zukunft mehr zusammen arbeiten werden. Auch
beim Besuch in Dresden beim Heimatkreistreffen der Hohenelber wurde eine Zusammenarbeit
für die Zukunft begrüßt.
Der Vortrag Die Bundesstiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung"
von Prof. Dr. Stickler am 9. Dezember wurde zusammen mit der Ackermanngemeinde
angeboten.
Außerdem haben wir an verschiedenen weiteren Veranstaltungen hier in Würzburg
teilgenommen: Neujahrsempfang im Rathaus, Eröffnung der Europawoche in der Residenz,
Fachtagung nicht staatlicher Museen auf der Festung, Nepomuk Feier der Ackermanngemeinde,
Tag der Heimat der Vertriebenenverbände, Wallfahrt nach Retzbach, Weihnachtsfeier
der Sudetendeutschen Landsmannschaft, und einige mehr.
Unser regelmäßiges Treffen "Schatzsuche mit Rübezahl" wurde auch in
diesem Jahr wieder gut besucht und wird auch im kommenden Jahr wieder jeden
1. Dienstag im Monat stattfinden.
Meinen besonderen Dank möchte ich Andrea Huber, unserer Geschäftsführerin, aussprechen,
die mit zuverlässigem und effizientem Arbeitseinsatz, mit immer neuen kreativen
Ideen und mit ihrem gewinnenden Wesen unsere Arbeit erst möglich macht und so
reich gestaltet.
Danken möchten wir aber auch allen, die durch ihre aktive Mitarbeit, durch Spenden
und regelmäßige Beitragszahlungen und durch ihren Besuch unserer Treffen dazu
beitragen, dass unser Heimatkreis weiterhin mit Leben gefüllt wird und dadurch
auch erhalten bleibt.
Leider sind die Aussichten aufgrund der schwindenden Mitgliederzahlen und der
fehlenden Bereitschaft vieler Mitglieder den Beitrag von nur € 5,00 jährlich
zu zahlen, für die Zukunft sehr bedenklich.
Für manchen von uns ist es nur schwer zu verstehen, dass sogar in einem Kreis
wie dem unsrigen Mangel an Solidarität und an Interesse für die gemeinsame Heimat
und deren Kultur zu beklagen ist.
Wir werden jedoch die Hoffnung nicht aufgeben, Lösungen zu finden, um unseren
Heimatkreis so lange wie möglich zu erhalten. Wenn uns das gelingt, können wir
auch in der Zukunft der Nachfolgegeneration, die immer häufiger nach ihren Wurzeln
forscht, die Geschichte der Heimat, mit der wir uns immer tief verbunden fühlen
werden, weitergeben.
Für das kommende Jahr wünsche ich Euch Gesundheit, viele schöne Begegnungen,
eine lebendige Erinnerung an unsere Heimat und freue mich auf ein Wiedersehen
bei unserem Treffen.
Im Namen der Vorstandschaft und unserer Geschäftsführerin Andrea Huber die besten
Freundesgrüße,
Dr. Rainer Rosenbaum
1. Vorsitzender